Fotografie (kkp) Teil1 Die Belichtungsmöglichkeiten

Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten mit denen wir die Helligkeit eines Bildes beeinflussen können.

Die Möglichkeiten sind:

1 die Blende
2 die Belichtungszeit
3 der ISO Wert

Es lassen sich allerdings nur die ersten beiden, nämlich die Blende und die Zeit, als gestalterisches Mittel für die Fotografie nutzen.
Die ISO dient lediglich der Empfindlichkeit und wird in einem separaten Teil behandelt.

Doch wie werden die Blende und die Zeit als gestalterisches Mittel benutzt?

Dazu muss man sich die Aufnahmeprogramme einer Kamera anschauen. Eine sehr einfache Kamera hat lediglich die Möglichkeit über die Automatik die Blende und die Belichtungszeit zu steuern und kann vom Bedienung nicht beeinflusst werden.

Etwas teurere Kameras bieten die Möglichkeit neben der Automatik (P) noch die Zeit mit einer voreingestellten Blende auswählen zu lassen(A), oder die Blende mit einer vorgegebenen Zeit auswählen zu lassen(S).
Darüber hinaus besteht noch die Möglichkeit komplett die Blende und die Zeit manuell vorzugeben(N).

Vollautomatik(P)

Wenn wir nun die Vollautomatik wählen, dann wählt die Kamera aufgrund ihrer Programmierung automatisch die Blende und die Belichtungszeit aus. Bei vielen ausgereiften Modellen geht das auch über einen Erkennungsalgorithmus, der das Motiv analysiert und die dazugehörige Belichtung und Blende einstellt. Darüber hinaus gibt es einige Szenen die man einstellen kann wie zum Beispiel Nachtmodus Wintermodus usw. auf die will ich aber hier nicht weiter eingehen.

Zeitautomatik(A)

 die Zeitautomatik (Blende wird vorgewählt und Zeit wird automatisch ermittelt) eignet sich hervorragend um den Schärfebereich des Motivs festzulegen, denn hier gilt je größer die Blende, das bedeutet je kleiner die Zahl der Blende, umso geringer ist der Bereich in dem das Objekt in der Tiefe  scharf gestellt ist, hiermit ist der Hintergrund und Vordergrund gemeint. Als Beispiel dient hier hervorragend eine Blume die eigentlich nur in der Blüte scharf abgebildet sein soll und Hintergrund und Vordergrund unscharf sein sollen.  Will ich allerdings einen großen  Schärfentiefenbereich haben d.h. von sehr weit vorne bis weit hinten, dann muss ich die Blende sehr klein wählen, mit einer großen Zahl, was natürlich die Belichtungsgegebenheit auch hergeben muss.

Blendenautomatik(S)

Die Blendenautomatik verwende ich hauptsächlich in der Sportfotografie. Nämlich dann, wenn ich die Bewegung schneller Sportler scharf abgebildet haben möchte und mich der Hintergrund eigentlich weniger interessiert. Man kann sich vorstellen, dass ein Eisläufer, der kurz vor Dir vorbei läuft, in einer halben Sekunde mehrere Meter zurückgelegt, wodurch also die Belichtungszeit schon wesentlich kürzer sein muss damit er nicht verwischt dargestellt wird(bei ca. einer 400tel Sekunde). Ebenfalls eignet sich die Voreinstellung der Zeit für die Aufnahme von fließendem, oder sprudelndem Wasser.

Mit einer langen Verschlusszeit wirkt z.B. die Oberfläche eines Flusses immer ruhig und fast sogar vereist, wohingegen mit einer sehr kurzen Belichtungszeit( < 2000/tel s) die Tropfen eines Springbrunnens sehr deutlich hervorgehoben werden.

Manuell(M)

Die manuelle Möglichkeit nämlich Zeit und Blende vollkommen selbst einzustellen, wird im Regelfall in der Nachtfotografie interessant sein. Diese Fotos werden auch vorzugsweise mit einem Stativ gemacht.

Eine Automatik verbietet sich hier, weil diese  immer versuchen wird, das Bild für den Menschen noch gut erkennbar abzubilden.